Unterwassersprengungen

Bei Unterwassersprengungen werden die Ladungen in Bohrlöchern oder frei aufgelegt
gezündet. Meist werden so Hindernisse entfernt oder Hafeneinfahrten tiefer gelegt. Bei Unterwassersprengungen stellt Streuung meist keine allzu große Gefahr dar, die
Sprengstelle ist ja mit Wasser bedeckt. Vielmehr muss auf die entstehende Druckwelle
und die Festlegung und die Sicherung des Gefahrenbereiches Rücksicht genommen
werden. Werden perforierte Rohre bzw. Schläuche um die Sprengstelle verlegt, aus
denen Pressluft ausströmt, wird die Druckwelle am Luftschleier gebrochen bzw. auf ein
Minimum reduziert. Wird mit Fischen im Gewässer gerechnet, müssen die Tiere vor der
Sprengung vertrieben werden. Dies kann mit der Zündung eines einzelnen Zünders und
in einigem zeitlichen Abstand mit einer minimalen Sprengstoffmenge erfolgen. Bei
Unterwassersprengungen wird vermehrt Emulsionssprengstoff eingesetzt, um eine
Verunreinigung des Gewässers mit Sprengöl zu vermeiden.